Greenkeeping - Winterspielbetrieb

Winterspielbetrieb auf Golfanlagen

Das Bespielen von Golfplätzen unter winterlichen Bedingungen birgt ein hohes Risiko für eine Schädigung der Rasenflächen, insbesondere direkte Narbenverletzung und die Einwanderung von Fremdarten, sowie eine nachhaltige negative Veränderung der Bodenstruktur. Die Platzfreigabe sollte deshalb nur bei geeigneter Witterung durchgeführt werden.

Schnee und Frost auf dem Golfplatz – und nun?
Temporäre Platzsperren, eingeschränkte Benutzung von Carts und Trolleys und das Ausweichen auf sogenannte Wintergrüns zeigen, wie die Benutzbarkeit der Golfanlage bei Nässe, Reif, Frost, Eis und Schnee oft erheblich eingeschränkt werden muss. Denn das Bespielen, insbesondere der empfindlichen Grüns, führt bei widrigen Witterungsbedingungen oft zu nachhaltigen Schäden. Diese kommen teilweise erst Jahre später zum Tragen und ihre Beseitigung ist mit erhöhtem Pflegeaufwand oder gar Umbaumaßnahmen verbunden. Denn bei Temperaturen unter 4° C findet kein Rasenwachstum meht statt, ein solches Wachstum ist aber unerlässlich für die Regeneration der Fläche.

Platzsperre –warum?
In kritischen Situationen, z.B. bei Raureif, Frost, Schnee und großer Nässe, darf der Rasen aus folgenden Gründen nicht betreten bzw. nicht befahren werden:

  • Fußtritte und Fahrspuren bei Frost zerstören das Pflanzengewebe der Gräser und hinterlassen hässliche Narben im Rasen
  • Die Erholungsphase der Rasenflächen im Winter kann mehrere Wochen dauern
  • Beschädigte Pflanzenteile werden leichter von Krankheitserregern befallen
  • Feuchte Böden werden bei Belastung stärker verdichtet

Schäden am Grasbestand und Bodenverdichtung fördern das Einwandern von Unkräutern sowie die Anfälligkeit gegenüber Rasenkrankheiten. Hierdurch wird die Qualität der Rasenflächen negativ beeinflusst, die Putteigenschaften der Grüns werden verschlechtert.


Weitere Informationen erhalten Sie nachfolgend: Winterspielbetrieb auf Golfanlagen (PDF Datei siehe unten)